Der Sommer 2017 in Wort und Bild   

Nach heißem Juni-Beginn gab es gleich am 3. Tag Gewitter und Regengüsse, die einen recht wechselhaften, aber doch nicht ganz ungemütlichen Witterungsverlauf einläuteten. Mit der 3. Woche kam dann der Hochsommer zurück. 3 Hitzetage und mehrere Tage über 25 Grad freute die Wasserratten und Sonnenanbeter. Doch pünktlich mit den Schulferien ging auch der Sommer in eine Pause. Die hielt auch die erste Juli-Woche an. Danach stiegen die Temperaturen wieder kurz über die 25 Grad. Doch schon die 2. Woche entpuppte sich als Wasserfest. Vom 9. bis 15. regnete es fast täglich und das nicht zu knapp. Insgesamt 72,2 l/qm sind bereits weit mehr als das normale Monatssoll. Dazu ist es recht frisch. Doch in der 3. Woche kommt der Sommer endlich zurück, wenn auch nur kurz. Denn Woche 4 ist eher nass, bewölkt und kühl für ein Sommerwetter. Zum Glück bekommen wir den ganz großen Regen der über uns drehenden Tiefdruckgebiete nicht ab. Die Hauptlast geht über Brandenburg und dem Harz nieder, wo Hochwasser das Land heimsucht. Erst die letzten 3 Tage kehrt der Sommer bei uns zurück.

Im Juni blühen die Mohnblumen am Brühl.
Auch auf dem Feld zeigen sich die roten Blüten.
Wolkenformation über dem Kalten Feld. Das Korn muss noch reifen.
Noch ein paar Eindrücke mit dem roten Mohn.
Am 22.Juni zieht am Abend eine Gewitterfront über der Schusterstadt auf.
Ein farbintensiver Sonnenuntergang über der Kippe Pegau.     Foto: M.Bierende
Ein schönes Sommermotiv im Garten der Wetterstation. Geranien in voller Blüte.
Im Orange der Kakteenblüte fühlt sich diese Biene richtig wohl.
Noch einmal das Kalte Feld. Hier zieht im Licht der aufgehenden Sonne eine Regenfront heran.            Foto: Fam. Urban
Im Juni gab es nicht all zu viele Gelegenheiten für ein ausgiebiges Planschvergnügen. Das Pegauer Freibad hofft noch auf mehr Besucher im Sommer.
Anfang Juli ist schon ein Teil der ersten Ernte eingefahren und das Stroh zu Rundballen gepresst. Hier bei Nöthnitz.
Ihm macht der viele Regen im Juli nichts aus. Der Frosch im Tümpel freut sich über das Nass von unten und oben.
Wie immer ist der Brunnen am Markt ein beliebtes Fotomotiv, egal bei welchem Wetter.
Selbst bei bedecktem Himmel sorgen die Rosen ringsum für reichlich Farbtupfer.
Besuch im Regenmesser. Wie heißt dieser Falter?
Die Landwirte mussten sich mit der Ernte wegen der Niederschläge diesmal beeilen.
Sommerstimmung an der Kirche Audigast.
Sonnenblumenfeld vor der Michelwitzer Dorfkulisse.
Die Weintrauben reifen Ende Juli bestens an der Lorettahöhe.
Nach einem Schauer bildet sich ein Regenbogen über dem Lindenplatz (Foto: Urban)
Schöne Sonnenuntergänge gab es auch zu bestaunen, hier über der Kippe Pegau.
Foto: M.Bierende
Oder nach einem kräftigen Regenschauer in den Abendstunden mit Blick über die Groitzscher Dächer. Foto: Conny Konietzny
Eine Gewitterfront rollt auf Pegau zu. Foto: M.Bierende
Sommerstimmung in der Groitzscher Mühlstraße.
Sonnenaufgang hinter dem Karftwerk Lippendorf.
Dagegen verschwindet die Sonne im Westen hinter unserer Kirche.
Schmetterlinge fühlen sich im Sommer auf süssen Blüten, wie der des Sonnenhutes im Garten unserer Wetterstation, richtig wohl.
Seit Juli kann man den Wetterrückblick auf den Vormonat auch im Schaukasten der Uhr vor dem Lindeneck nachlesen.

                    

Der August gibt sich zunächst recht sommerlich. Doch die zweite Woche fällt wieder in den bekannten Trott zurück. Kühlere Temperaturen und viel Regen (63 mm in 2 Tagen) bestätigen den diesjährigen Sommerrhytmus, der keine beständige Wetterphase zuläßt. Zur Monatsmitte wird es wieder heiß, jedoch mit Gewitterrisiko. Dieses stieg am 18. mit dem Durchzug einer Kaltfront noch an. Auf ihrer Vorderseite waren kräftige Gewitter eingelagert. Am Abend gegen 19:55 Uhr traf die Front mit einem Unwetter in unserer Region ein. Anfangs kam es zu starken Sturmböen, Starkregen (16,2 mm in 15 Minuten) sowie einer hohen Blitzintensität. Zum Glück erfolgte die Entladung vorwiegend zwischen den Wolken. Doch der Sturm richtete beträchtlichen Schaden an. Die Feuerwehr berichtet von über 20 Einsätzen. Hauptsächlich wurden Bäume entwurzelt oder Äste abgeknickt. Am heftigsten traf es die Ortsteile Nöthnitz und Obertitz, wo scheinbar das Zentrum der Gewitterzelle lag. Fast jedes Grundstück in Nöthnitz war betroffen. Glücklicher Weise gab es nur wenige Gebäudeschäden. Beispielsweise fegte der Sturm am Ortseingang von der Geßnitz her einen großen Walnussbaum um und an den Verbindungsstraßen zu den Nachbarorten erwischte es zahlreiche alte Obstbäume. Anwohner vermuteten eine Windhose, doch das Schadensbild spricht nicht dafür. Gegen 20:20 Uhr war das Unwetter nach Osten abgezogen. Die Temperatur fiel innerhalb von 10 Minuten um 6 C ab. Somit war die drückend schwüle Luft des Tages ausgeräumt.
Danach wurde es nur langsam wieder sommerlich, doch die letzten Augusttage konnten wir den Sommer bei Werten zwischen 25 und 30C nochmals genießen.

Der Aufgang zur Wiprechtsburg war durch einen Baum blockiert.
Ebenso der Verbindungsweg von Altengroitzsch nach Nöthnitz.
Sturmschaden an der Wiprechtsburg.
Ein großer Walnussbaum in Nöthnitz wurde entwurzelt.
Abgeknickter Obstbaum in der Geßnitz.
Ein umgestürzter Nadelbaum in Nöthnitz zerstörte den Zaun.
Aufräumarbeiten in Nöthnitz.
Sturmschäden am Nöthnitzer Teich.
Diese große Weide fiel in Obertitz hinter der Bushaltestelle um.
Dabei wurde auch das Denkmal für die Kriegsopfer des Ortes zertört.

Fotocopyright: Olaf Becher und Carmen Beyer  - www.groitzsch-wetter.de