Das Tagebuch der Weißstörche in der Elsterregion Groitzsch/Pegau 2021
Wie schon die letzten Jahre, möchten wir Sie hier wieder über die Weißstörche in der Elsterregion um Groitzsch und Pegau sowie des Altkreises Borna informieren. Damit dies wie gewohnt so umfassend als möglich geschehen kann, benötigen wir ihre Hilfe. Teilen Sie uns ihre Beobachtungen einfach über unsere im Impressum angegeben Kontaktdaten mit. Gern veröffentlichen wir auch ihre entsprechenden Fotos. Vielen Dank im Voraus, auch an die Mitglieder der Groitzscher Fachgruppe „Ornithologie und Naturschutz“ im NABU, dem Storchenbeauftragten Andreas Fischer sowie Jörg Spörl aus Thräna für die informelle Zuarbeit. Beachten Sie bitte auch den Link an Ende dieser Seite, der Ihnen allgemeine Informationen über das Leben der Störche und die örtlichen Standorte gibt.


11.04.21
Mit dem Horst in Kleinprießligk kann jetzt ein weiteres Storchennest als "Besetzt" geführt werden. Heute entdeckten wir dort einen einzelnen, unberingten Adebar. Zur Beobachtungszeit keisten zwei weitere Störche über dem Areal, zogen allerdings kurze Zeit später weiter.
04.04.21
Nun sitzen auch auf dem Schornsteinhorst der Pegauer Ziegelei Erbs zwei Adebare.

Mit dieser Drohgebärde wollte der Kleinprießligker Adebar die über ihm kreisenden Rivalen vertreiben. Die Aktion sollte erfolgreich sein. Kurze Zeit später zogen die 2 Nestinteressenten ab und er hatte den Horst für sich allein.
Seit 4.April sind die Pegauer Störche vereint. In Groitzsch wird dagegen schon fleißig gebrütet.

02.04.21
Nach einigen Horstbesuchen, auch von einem Pärchen, hat sich nun auf dem Pegauer Ziegeleinest wieder ein einzelner Adebar eingefunden. Da die ostziehenden Störche dieses Jahr bedingt durch schlechte Witterungseinflüsse auf ihrer langen Reise recht spät eintreffen, wird sich mit Sicherheit noch ein Partner finden. Zudem scheint jetzt auch in Saasdorf das Brutgeschäft gestartet zu sein.
25.03.21
Seit heute sitzt ständig ein Altvogel im Groitzscher Nest. Somit kann man davon ausgehen, dass hier die Brut begonnen hat. Läuft alles gut, könnten die Jungvögel Ende April schlüpfen.
20.03.21
Bei der heutigen Beobachtung der Groitzscher Störche fiel auf, dass einer der Rotschnäbel jetzt einen Kennring trägt. Somit hat hier ein Partnerwechsel stattgefunden. Wann dies passierte ist leider nicht genau zu sagen und so kann man mit Rückblick auf den am 15.3. gefundenen, verletzten und später verstorbenen Storch nur mutmaßen. Wie eine Anwohnerin jetzt mitteilte, versuchte am 14.3. ein dritter Storch auf dem Nest zu landen. Wenn es sich bei dem verendeten Adebar um einen Groitzscher Vogel gehandelt hat, dürfte womöglich dieser Nestkampf als Ursache in Betracht kommen. Falls der verbliebene Storch sich danach mit dem Angreifer einließ, war das Nest auch weiterhin mit einem Paar besetzt, ohne das es gleich auffiel. Allerdings sind dies nur unsere Vermutungen. Der genaue Hergang wird wohl im dunklen bleiben und vielleicht trug es sich auch ganz anders zu. Der oder die Ringträger/in ist nicht ganz unbekannt in unserer Gegend. Laut Melderegister der Vogelwarte Hiddensee stammt der Weißstorch aus einem Nest in Oranienbaum bei Wittenberg, wo er mit 4 weiteren Geschwistern im Jahr 2015 beringt wurde. In den folgenden Jahren sichteten Naturschützer ihn in Niedersachsen und sogar in der Slowakei (2018). Letztes Jahr tauchte er dann in Knauthain auf. Noch ist aber sein Geschlecht nicht bestimmt. Dies müssen nun weitere Beobachtungen des Groitzscher Horstes belegen, auf dem der Storch hoffentlich erfölgreich brüten wird.
16.03.21
Ein Junge fand gestern Nachmittag in den Groitzscher Auenwiesen einen verletzten Weißstorch, der scheinbar Orientierungsprobleme hatte und so nicht mehr fliegen konnte. Nachdem sein Hilferuf bei der Polizei keine Unterstützung fand, nahm er den Vogel zunächst mit. Eher durch Zufall wurde der Besitzer des Nachbargrundstücks vom Groitzscher Horst auf beide aufmerksam und nahm den Storch vorerst zu sich. Dem Augenschein nach konnten keine Verletzungen festgestellt werden. Informierte Naturschützer brachten den Adebar dann am Abend in die Ökostation Borna und am nächsten Tag in die Leipziger Tierklink. Offenbar erlitt der Storch bei einer Kollision eine Gehirnerschütterung und womöglich innere Verletzungen, woran er heute auch verstarb. Erste Vermutungen, dass es sich um einen der Groitzscher Störche handeln könnte, bestätigten sich jedoch nicht. Trotz allem gilt allen Beteiligten ein besonderer Dank für die Hilfe.
11.03.21
Gleich 3 Rückkehrer gibt es heute zu vermelden. Auf dem Pegauer Ziegeleischornstein wurde ein Paar gesichtet und auch in Saasdorf ist nun der zweite Storch eingetroffen.

Beim linken Storch ist der Ring deutlich zu erkennen. Futtersuche mit neuem Partner in den Wiesen vor Groitzsch.
Der verletzte Weißstorch wird von den Naturschützern abgeholt. Bei einem kurzen Check konnte zunächst nicht festgestellt werden.
Das Saasdorfer Paar ist seit 11. März komplett. Bei windigem Wetter stehen beide auf dem Nest.
Die beiden Groitzscher Störche auf Futtersuche in den Auewiesen. Nach dem Hochwasser bieten die Restpfützen noch leichte Beute.

26.02.21
In Pegau wurde heute auf private Initiative von Anwohnern eine weitere Nisthilfe für die Weißstörche errichtet. Der Horst befindet sich auf dem Gelände der Bahnhofstraße 10 auf einem etwa 20 Meter hohen Schornstein. Hoffen wir, dass sich auch hier in nächster Zeit ein Storchenpaar niederlässt und erfolgreich für Nachwuchs sorgt.
25.02.21
Das Saasdorfer Nest ist ebenfalls besetzt. Heute Vormittag landete ein Weißstorch auf dem Horst am Nöthnitzer Weg.
24.02.21
Wie erwartet haben sich die Groitzscher Störche miteinander arangiert und sitzen nun gemeinsam im Nest..
23.02.21
Lange musste der Groitzscher Erststorch nicht auf seinen Partner warten. Heute traf er oder sie bereits in der Schletterstraße ein. Doch wie schon die letzten Jahre zu beobachten war, darf der Neuankömmling nicht sofort aufs Nest. Zwar gab es einige Annäherungsversuche, aber vorerst muss der neue Weißstorch mit den Flutlichtmasten auf dem Sportplatz Vorlieb nehmen.
20.02.21
Kaum haben die Temperaturen aus dem frost- in den frühlingshaften Bereich gewechselt, kommen auch die ersten Adebare in unserer Region an. Als Erster traf heute der Groitzscher Weißstorch auf dem Horst der ehemaligen Gärtnerei Nolte ein. Mit lautem Schnabelgeklapper machte er zur Mittagszeit auf sich aufmerksam und nahm sein Nest in Besitz. Wie bereits in den Vorjahren besitzt er keinen Kennring.

Am Boden flechten Frau Zohlen, Frau Süss und Herrn Zink (v.l.) das neue Nest. Per Hubsteiger wird es dann auf etwa 20 meter Höhe montiert. Fotos: A.Fischer
Das Groitzscher Paar hat sich bereits gefunden. Auch auf dem Saasdorfer Horst ist wieder Leben eingezogen. Foto: A.Fischer
Zur Mittagszeit traf am 20.2. der erste Storch auf dem Groitzscher Nest ein. Schon macht er sich am Nest zu schaffen und wartet auf einen Partner/in.

Aus gegebenem Anlass weisen Storchenbetreuer und das Umweltamt des Landkreises darauf hin, dass ein Abbrennen von Feuerwerken nur mit Erlaubnis einer zuständigen Behörde (in der Regel die Stadtverwaltung) zulässig ist. Zum Schutz der Tiere ist bei Höhenfeuerwerken zudem ein Mindestabstand von 1000 Metern um ein Storchennest einzuhalten. Schon mehrfach wurden Adebare durch Zündung pyrotechnischer Erzeugnisse auf ihrem Horst aufgeschreckt und die Brut oder gar Jungvögel zurück gelassen. "Wir weisen darauf hin, dass eine erhebliche Störung von Weißstörchen während der Brutzeit eine Ordnungswidrigkeit darstellt und mit einer Geldbuße von bis zu 50 000 Euro geahndet werden kann", schreibt das Umweltamt.    (Quelle: LVZ)




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